Dachfenster oder Gaube

 

Lichtdurchflutetes Arbeiten oder gemütliches Entspannen?
In einem ist sich meist die ganze Familie einig: Das Zimmer unter dem Dach zählt zu den begehrtesten, um das es sich zu kämpfen lohnt. Denn der variantenreiche Einsatz von Gaube und Fenster bietet vielfältige Möglichkeiten, das Dachzimmer in Licht zu tauchen. So sorgen Dachfenster mit ihrer hohen Lichtausbeute für konzentriertes Arbeiten, Nähen oder Malen, während sich durch den Einbau von Dachgauben ein entspanntes Ambiente zum Wohlfühlen und Erholen schaffen lässt.

Wer, zum Beispiel zum Arbeiten, auf viel Licht angewiesen ist, entscheidet sich am besten für ein Dachfenster. Im Vergleich liegt die Lichtausbeute bei Dachfenstern bis zu 50 Prozent höher als bei Gauben. Insbesondere Überfirstverglasungen, bei denen Fenster auf beiden Dachseiten des Giebels aufeinander treffen, sorgen für einen maximalen Lichteinfall und zusätzlichen Ausblick direkt in den Himmel. Bei senkrecht stehenden Dachgauben ist die Lichtausbeute geringer. Der indirekte Lichteinfall sorgt jedoch für eine gemütliche Atmosphäre, die sich vor allem zum Entspannen und Wohlfühlen eignet.

Dachfenster gibt es in allen nur denkbaren Versionen. Zum schwingen, klappen, schieben und ziehen, als Einzelfenster, mehrere nebeneinander oder als Überfirstverglasung, sorgen sie doch vor allem für eines: Licht. In Kombination mit Solaranlagen kann auch noch ein aktiver Beitrag für den Umweltschutz geleistet werden.


Die hohe Sonneneinstrahlung - im Bundesdurchschnitt jährlich immerhin 1.050 Kilowattstunden Sonnenenergie pro Quadratmeter – macht eine ausreichende Verschattung der Dachfenster notwendig. Mit Rollos, Jalousien und Faltstores hat der Dachbewohner verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, um - vor allem im Sommer - die aufheizenden Sonnenstrahlen auszusperren. Ein Nachteil bei Dachfenstern entsteht jedoch im Winter, wenn - anders als bei der Gaube - Schnee und Eis für zeitweilige Finsternis sorgen können.

Während Gauben früher hauptsächlich als Lüftungsöffnungen eingebaut wurden, dienen Sie heute vor allem der Gewinnung von Platz. Besonders bei flachen Dachneigungen bzw. sehr niedrigem Kniestock ist der Bau einer Dachgaube von Vorteil. Zwar sind Gauben teurer und genehmigungspflichtig, dafür erhält man durch den Anbau die volle Stehhöhe und damit echten Raumgewinn. Bei der Wahl der Gaube bietet sich dem Dachbewohner eine große Auswahl der verschiedensten Konstruktionen; jedoch sollten die Proportionen mit dem Dach und dem Baukörper insgesamt übereinstimmen.

Und noch eine letzter Tipp: Zur Finanzierung des Dachausbaus stehen dem Bauherren verschiedene staatliche Fördermöglichkeiten zur Verfügung.